Svensonschlitten - die Entstehungsgeschichte

2007, wir sitzen in 10.000 m Höhe im Flugzeug, auf dem Weg in den Tauchurlaub. Hier hatte ich die zündende Idee einen coolen Lenkschlitten für Erwachsene zu bauen, der Bequemlichkeit und Kompfort, mit toller Technik, edler Optik und viel Fahrspaß verbinden sollte. Der Hintergrund war ein anstehender Wintersporturlaub mit der Freundin, die aber kein Ski fahren konnte. Dann fahren wir halt Schlitten! Zu zweit, auf der Piste, bequem, sicher und elegant. Spaß sollte es machen, viel Spaß! Ich hatte festgestellt, dass es so etwas noch nicht gab. Weder zu mieten, noch zu kaufen. Das war für mich die Herausforderung; " Dann baue ich mir halt selber einen Schlitten nach meinen Vorstellungen!" Die ersten Ideen sind zunächst in meinem Kopf entstanden, noch im Flieger sitzend, fertigte ich einfache Skizzen an. Es war schnell klar; der Schlitten  wird gefedert gelagert auf vier Skiern fahren, es muß wenigstens eine Bremse geben und der Schlitten muß lenkbar sein. Dementsprechend ergab sich eine sitzende, halbwegs liegende Fahrerposition in einem komplexen Cassis.

2008 Mit diesen hochgesteckten Zielen begab ich mich in den Keller und fing erst einmal an zu bauen und auszuprobieren. Da gehe ich wie am Bufett vor, ersteinmal alles probieren, um dann auf dem finalen Teller die  besten Stücke zu plazieren. In meinem knapp 10 qm großen Keller hatte ich wahrlich nicht viel Platz. Mit einfachsten Mitteln und den typischen Handwerksmaschinen wie: Handbohrmaschine, Stichsäge, Handkreissäge, Bandschleifer, Oberfräse und Kleinwerkzeugen entstand in nur drei Monaten das erste Modell eines Svensonschlittens. Alle Baumaterialien hatte ich mir vom Schrottplatz, von Baustellen, Flohmärkten und aus dem Baumarkt besorgt. Mit noch sehr einfacher Lenkung, Bremsanlage und Skiaufhängung, ging es dann in den Winterurlaub zur ersten Probefahrt. Schnell war klar, es gibt fiel zu verändern und zu verbessern: Bremsen, Fahrwerk und etliche Anbauteile waren zu schwach dimensioniert, die Lenkung zu unpräzise, das Lenkgestänge ungeeignet, der Sitzkompfort verbesserungsfähig! Die ersten Erfahrungen waren da und es war klar, es gibt viel zu tun.

In den kommenden Jahren sollte viel zu Bruch gehen. Auf der Piste ungewollt, sowie in zahlreichen Versuchsaufbauten in der Werkstatt wo ich diverse Belastungs-und Bruchtests durchführte.

In den Jahren 2009 bis 2014 habe ich den Schlitten stetig weiterentwickelt und verbessert, im Winter wurden dann immer die Testfahrten in den Alpen gemacht. Durch das stetig wachsende know how wurde der Schlitten immer sicherer, kompfortabler und auch schneller. Es brachte jedes Jahr mehr Spaß damit zu fahren. Zunächst entwickelte ich den Schlitten ausschließlich für mein eigenes Vergnügen. Deswegen ging alles noch recht langsam voran, da ja kein Unternehmensdruck dahinter stand.

Doch so langsam fiel mir auf, wie gut mein Schlitten bei anderen Menschen ankam. Stetig waren Leute um den Schlitten versammelt, auf der Piste sowieso, manch einer sprach mich schon beim Ausladen auf dem Parkplatz an. Oft, sichtlich begeistert vom Design und der neuartigen Technik. So einen Schlitten hatte noch keiner gesehen. Wie auch, "Meiner" ist ja der Einzige auf der Welt!

Freunde und Bekannte bekräftigten mich, doch mehr aus der Sache zu machen. So entschloß ich mich den Schlitten zur Serienreife zu bringen und Ihn als neues Funsportgerät auf den Markt zu bringen. Von jetzt an sollten auch andere Menschen Spaß mit dem "Svenson" haben können.

Zwischenzeitlich wurde mir dann das Patent auf den Schlitten erteilt. Die Durchsetzung hatte mehrere Jahre gedauert und viel Nerven gekostet.

2015 habe ich das erste Werbevideo mit "Blitzschnell" gedreht. In Italien gern als "Pistenferrari" bezeichnet, weil ich meinem Urmodell rote Skier und rote Ledersitze verpasst hatte. Um gute Aufnahmen machen zu können habe ich binnen 7 Tagen einen, ich sag mal, "Kameraschlitten" gebaut. Den nannten wir aus optischen Gründen "Messi-Schlitten" oder etwas vornehmer "Chevy". Der fuhr wie ein ausgemusterter Achtzylinder und klang auch so ähnlich (keine Buchsen, kein .....gar nichts, nur Mittel zum Zweck). Der Kameramann, mein Cousin, saß meist vorne drauf

und filmte. Er hat das Video auch geschnitten, ein Kumpel von mir hat die Musik kreiert.

Im Jahr 2015 entstanden zwei, weiter verbesserte Prototypen, ich nannte sie "Starsky & Hutch". Die sind echt der Hammer. Ihr Design unterscheidet sich zwar, die Technik ist aber identisch. Jetzt konnte ich bei einem der beiden technische Umbauten vornehmen und dann im direkten Fahrvergleich die Auswirkungen der Veränderungen testen. So bekam ich einen entscheidenden Eindruck davon, was es noch zu verändern gilt, um Sicherheit, Kompfort und die Fahrleistungen, zu optimieren.

Ich entwickelte den Svensonschlitten für den Skipisteneinsatz. Er sollte aber auch auf allen, selbst anspruchsvollen, Rodelbahnen problemlos fahren können. Selbst sehr verwundert, war ich bei der Feststellung, mit dem Schlitten auch enge Haarnadelkurven sauber durchfahren zu können. 2016 drehte ich mit meinen beiden Cousins ein weiteres Video (Schnitt/Ton Cousin R.). Das Video ist wirklich, wirklich cool geworden.

Ab 2017 erfüllte mein Schlitten, aufgrund seiner Konstruktionsmerkmale die Sicherheitsrichtlinien der meisten Skigebiete. Dazu gehören ein einfaches und sicheres Handling, gute Lenkbarkeit, sichere Bremsysteme und eine neu entwickelte, unentbehrliche Sicherheitsbremseinrichtung wenn der Schlitten "Mannlos" ist. Die Akzeptanz von Ski-und Snowboardfahrern wuchs mit den Jahren stetig.

Der Svensonschlitten ist definitiv eine Weltneuheit in Fahrspaß, Design, Bequemlichkeit und vor allem aufgrund seiner ausgeklügelten Technik.

Hierfür erhielt ich auch ein Patent auf mein neues Schlittenkonzept. Der Markenname ist geschützt und die Firma "Svenson"

wurde im Jahr 2016 ins Leben gerufen.

Um ein Serienmodell zu produzieren, reichte der Stand der Technik schon aus. 2017 begannen die Planungen im 3D CAD und dauerten 2 Jahre an. Zudem gingen mir die Verbesserungsideen nicht aus! Das ist immer so bei Erfindern. Nebenbei arbeitete ich an zwei Kinderschlitten (6-12 Jahre) die in Technik und Design den Erwachsenenschlitten in keiner Hinsicht nachstehen sollten. Sie sind im Design an die Erfolgsgeschichte von Batman&Robin angelehnt. "Robin" besteht erstmalig (Chevy ausgenommen) aus einem Rohrrahmen. Beide haben neu entwickelte Lenkgestänge und einige Besonderheiten. B&R waren eine Studie die parallel zur eigentlichen Entwicklung des "Svenson" lief. Ich erfahre eine große Begeisterung bei Kindern, insbesondere bei Jungs.