Svenson-Schlitten: Die Entstehungsgeschichte

Im Flugzeug, auf dem Weg in den Tauchurlaub, hatte ich die zündende Idee, einen coolen Lenkschlitten für Erwachsene zu bauen, der Bequemlichkeit und Komfort mit toller Technik, edler Optik und viel Fahrspaß verbinden sollte. Der Hintergrund war ein anstehender Wintersporturlaub mit der Freundin, die aber nicht Skifahren konnte. "Dann fahren wir halt Schlitten", dachte ich mir. Zu zweit, auf der Piste, bequem, sicher und elegant. Spaß sollte es machen, viel Spaß! Ich hatte festgestellt, dass es so etwas auf der ganzen Welt noch nicht gibt. Weder zu mieten, noch zu kaufen. Das war für mich die Herausforderung: "Dann baue ich mir eben selbst einen Schlitten nach meinen Vorstellungen!" Die ersten Ideen sind zunächst in meinem Kopf entstanden, noch im Flieger sitzend, fertigte ich einfache Skizzen an. Es war schnell klar: der Schlitten wird gefedert gelagert auf vier Skiern fahren, er muss wenigstens eine Bremse haben und er muss lenkbar sein. Dementsprechend ergab sich eine sitzende, halbwegs liegende Fahrerposition in einem komplexen Chassis.
 

 

 

Mit diesen hochgesteckten Zielen begab ich mich in den Keller und fing an zu bauen und auszuprobieren. Mit einfachsten Mitteln und den typischen Handwerksmaschinen wie z.B. Handbohrmaschine, Stichsäge, Handkreissäge, Bandschleifer, Oberfräse und Kleinwerkzeugen entstand das erste Modell eines Svenson-Schlittens. Alle Baumaterialien hatte ich mir vom Schrottplatz, von Baustellen, Flohmärkten und aus dem Baumarkt besorgt. Mit noch sehr einfacher Lenkung, Bremsanlage und Skiaufhängung ging es dann in den Winterurlaub zur ersten Probefahrt. Schnell stellte sich heraus, dass es viel zu verändern und zu verbessern gibt: Bremsen, Fahrwerk und einige Anbauteile waren zu schwach dimensioniert, die Lenkung zu unpräzise, das Lenkgestänge ungeeignet, der Sitzkomfort verbesserungsfähig! Die ersten Erfahrungen hatte ich gemacht. In den nachfolgnden Jahren ist viel zu Bruch gegangen. Natürlich ungewollt auf der Piste sowie in zahlreichen Versuchsaufbauten in der Werkstatt, wo ich diverse Belastungs-und Bruchtests durchführte.
 

 

In den folgenden Jahren habe ich den Schlitten stetig weiterentwickelt, verbessert und im Winter Testfahrten in den Alpen gemacht. Durch das stetig wachsende Know-How wurde der Schlitten immer sicherer, komfortabler und auch schneller. Es brachte jedes Jahr mehr Spaß damit zu fahren. Zunächst entwickelte ich den Schlitten ausschließlich für mein eigenes Vergnügen. Doch so langsam fiel mir auf, wie gut mein Schlitten bei anderen Menschen ankam. Stetig waren Leute auf der Piste um den Schlitten herum versammelt und manche Leute sprachen mich schon beim Ausladen auf dem Parkplatz an. Sie waren offensichtlich begeistert vom Design und der neuartigen Technik. So einen Schlitten hatte noch keiner gesehen. Wie auch, "meiner" ist ja der Einzige auf der Welt! Deswegen entschloss ich mich, den Schlitten zur Serienreife zu bringen und ihn als neues Funsportgerät auf den Markt zu bringen. Von jetzt an sollten auch andere Menschen Spaß mit dem "Svenson" haben können. Zwischenzeitlich wurde mir dann das Patent auf den Schlitten erteilt. Die Durchsetzung hatte mehrere Jahre gedauert und viel Nerven gekostet. 2015 habe ich das erste Werbevideo mit "Blitzschnell" gedreht. In Italien wurde er vom Liftpersonal gerne als "Pistenferrari" bezeichnet, weil ich meinem Urmodel rote Skier und rote Ledersitze verpasst hatte. Um gute Aufnahmen machen zu können, habe ich einen "Kameraschlitten" gebaut.

Den haben wir "Chevy" genannt. Er fuhr wie ein alter Achtzylinder-Amischlitten ohne Motor und klang auch so ähnlich (keine Buchsen, kein .....gar nichts, nur Mittel zum Zweck). Der Kameramann, mein Cousin, saß zumeist vorne auf dem Schlitten und filmte. Er hat das Video auch geschnitten und einer meiner Kumpel kreierte die Musik.
 

Danach entstanden zwei weiter verbesserte Prototypen, die ich "Starsky & Hutch" nannte. Ihr Design unterscheidet sich zwar, die Technik ist aber identisch. Jetzt konnte ich bei einem der beiden technische Umbauten vornehmen und danach im direkten Fahrvergleich die Auswirkungen der Veränderungen testen. So bekam ich einen entscheidenden Eindruck davon, was es noch zu verändern gilt, um Sicherheit, Komfort und Fahrleistungen zu optimieren. Ich entwickelte den Svenson-Schlitten für den Skipisteneinsatz. Er sollte auf allen, auch anspruchsvollen, Rodelbahnen problemlos fahren können. Dabei stellte ich, selbst sehr verwundert fest, mit dem Schlitten auch enge Haarnadelkurven sauber durchfahren zu können. 2016 drehte ich mit meinen beiden Cousins ein weiteres Video (Schnitt/Ton Cousin R.). Ein Jahr später erfüllte mein Schlitten, aufgrund seiner Konstruktionsmerkmale die Sicherheitsrichtlinien der meisten Skigebiete. Dazu gehören ein einfaches und sicheres Handling, gute Lenkbarkeit, sichere Bremsysteme und eine neu entwickelte, unentbehrliche Automatiksicherheitsbremse, sollte der Schlitten einmal herrenlos sein. Die Akzeptanz von Ski-und Snowboardfahrern wuchs mit den Jahren stetig. Der Svenson-Schlitten ist definitiv eine Weltneuheit in Fahrspaß, Design und Bequemlichkeit, vor allem aufgrund seiner ausgeklügelten Technik. Hierfür erhielt ich auch ein Patent auf mein neues Schlittenkonzept. Der Markenname ist geschützt und die Firma "Svenson" wurde ins Leben gerufen.
 

Um ein Serienmodell zu produzieren, reichte der Stand der Technik schon aus. 2017 begannen die Planungen im 3D CAD und dauerten 2 Jahre an. Zudem gingen mir die Verbesserungsideen nicht aus! Das ist immer so bei Erfindern. Nebenbei arbeitete ich an zwei Kinderschlitten (6-12 Jahre) die in Technik und Design den Erwachsenenschlitten in keiner Hinsicht nachstehen sollten. Sie sind im Design an die Erfolgsgeschichte von Batman&Robin angelehnt. "Robin" besteht erstmalig (Chevy ausgenommen) aus einem Rohrrahmen. Beide haben andersartig entwickelte Lenkgestänge und einige Besonderheiten. B&R waren eine Studie die parallel zur eigentlichen Entwicklung des "Svenson" lief. Ich erfahre eine große Begeisterung bei Kindern, insbesondere bei Jungs.

 

Mittlerweile existieren zwei reproduzierbare Prototypen, die im CAD gezeichnet wurden. Der „SV-R1“ mit Aluminiumrahmen ist quasi schon serienreif, alle Kinderkrankheiten sind ausgeräumt. Verbesserungen und Weiterentwicklung wird und soll es immer geben.